Buchpreisbindung und Rabatte.

Wir als Buchhandlung sind wie jeder andere Händler mit Büchern im Sortiment an das Buchpreisbindungsgesetz gebunden. Dieses Gesetz besagt, dass wenn Bücher mit einer deutschen ISBN auf dem Markt erscheinen, diese erst einmal an einen vom Verlag festgesetzten Preis gebunden sind.

In der Praxis bedeutet dies, dass ein Verlag einen Titel herausbringt und einen Preis von z.B. 10€ festlegt. In diesem Fall darf der Titel deutschlandweit bei allen Händlern nur für 10€ angeboten werden.
Dieses Gesetz dient dazu unser Kulturgut Buch (sowie Zeitschriften, Musiknoten, Broschüren u.v.m) zu schützen und die Titel nicht einem Preiskampf auf dem freien Markt auszusetzen.

Auch wenn der Preis gebunden ist, gibt es verschiedene Ausnahmen, bei denen der Preis um festgelegte Prozente gesenkt werden darf.

Die Ausnahmen sehen wie folgt aus:


Bibliotheken

Allen wissenschaftlichen Bibliotheken, welche Personen, die auf dem Gebiet arbeiten, zugänglich sind, darf ein Rabatt von bis zu 5 Prozent gewährt werden.

Landesbibliotheken, Schulbibliotheken, sowie Truppenbibliotheken der Bundeswehr und der Bundespolizei dürfen wir sogar einen Rabatt von bis zu 10 Prozent geben.


Schulen

Bei Schulen ist die Ausnahmeregelung in zwei Teile aufzuteilen. Zum einen Sammelbestellungen von allgemein bildenden Schulen und Schulen im Eigentum der öffentlichen Hand:


 

Bei einem Auftrag im Gesamtwert bis zu 25.000 Euro für Titel mit
mehr als 10 Stück 8 Prozent Nachlass
mehr als 25 Stück 10 Prozent Nachlass
mehr als 100 Stück 12 Prozent Nachlass
mehr als 100 Stück 13 Prozent Nachlass






 
Bei einem Auftrag im Gesamtwert von mehr als
25.000 Euro 13 Prozent Nachlass
38.000 Euro 14 Prozent Nachlass
50.000 Euro 15 Prozent Nachlass







Und auf der anderen Seite Bestellungen, die Schulen im Rahmen eigenen Budgets anschaffen. In diesem Fall ist es uns als Buchhändler erlaubt einen Rabatt von 12 Prozent zu gewähren.


Sonstiges

Beim Verkauf von Büchern während eines Räumungsverkaufs vor der endgültigen Schließung einer Buchhandlung.
Bei Exemplaren, die fehlerhaft oder beschädigt und deshalb als Mängelexemplare gekennzeichnet sind.
Und natürlich ist der Verkauf an Zwischenhändler oder Letztverkäufer nicht an das Gesetz gebunden.